*klopf klopf* noch wer da?
Wie es wohl jeder gemerkt hat, steht hier seit mitte RS nichts mehr. Eigentlich ziemlich schade, ich wollte doch die komplette RS dokumentieren, Skandale aufdecken und sehr viel Geld damit machen!
Doch was ist passiert?
Die ach so vorantreibende Motivation für diesen Blog verschwand wohl mitte RS und ist bis jetzt (3 Wochen nach Ende!) wieder aufgetaucht
Es wird also höchste Zeit ein paar wenige abschliessende Wort für diesen Blog zu finden.
Hier also eine kurze Zusammenfassung von der zweiten Hälfte meiner RS
Woche 19-28
Obergefreiter Schörgenhofer meldet sich Bereit frische Rekruten in die Mangel zu nehmen und etwas beizubringen!
Nun waren wir also in unserer Entgültiger Funktion….nämlich Kader! Ausbildner, Erzieher und was war schon wieder das dritte? Vorbild vielleicht? ^^”
In den ersten Wochen waren die Tage von dem Beibringen verschiedener Fähigkeiten als Füsel geprägt. Als Ausbildner durften man immer schön die verschiedenen Lektionen vorbereiten, Material bestellen und schliesslich auch solch eine Lektion halten. Schon hier hat sich sehr stark herauskristalisiert wer wirklich fähig ist als Gruppenführer. Unsicherheit war hier der Overkill. Kader die sich in Ihrem Gebiet nicht wirklich auskannten, wurden von den Rekruten schnell identifiziert und verloren dementsprechend an Autorität. Am Anfang wagten sie dies natürlich noch nicht zu zeigen, zugross war der “Respekt” von der Funktion…zumindest bei den meisten.
Ich denke ich habe mich hier ziemlich gut geschlagen da mein Fachliches Wissen recht ausgeprägt war und mir weniger Fehler unterliefen…und wenn schon muss man einfach sicher auftreten obwohl man keine Ahnung hat
Im Militär sagt einem sowieso jeder was anderes
Ein kleines Highlight dieser Zeit war die Schiessverlegung ins Appenzell. Durch einen günstigen Zufall (oder wohl eher Missverständnis
) war mein Schlafplatz in dieser Zeit in einem hübschen 3* Hotel wärend der Grossteil der Kompanie in einer stinkigen Zivilschutzanlage übernachten. Ehrlichgesagt…ich hat nicht im geringsten ein schlechtes Gewissen ^;) In dieser Woche befassten wir uns Hauptsächlich mit den Themen Begegungsgefecht und Spez. Ausbildung. In diesem Rahmen war ich endlich mal bei einer grösseren Sprengung dabei, die den Kdo-Spezen vorbehalten war. 3kg Plastit ist selbst in einem Bunker ziemlich gut spürbar
Am Ende dieser 11 Wochen Herisau stand die WEMA an. In der WEMA geht es darum das KOMPLETTE Ausbildungs und Einsatz Material wieder dem Zeughaus zurückzugeben ohne dabei grosse Verluste melden zu müssen. Ziemlich mühsam so etwas :/ Ich sag jetzt lieber nicht was vor dem Zeughaus so abgeht wenn es darum geht einen möglichen Materialverlust zu vermeiden. Ich denke das jeder der schoneinmal bei einer WEMA dabei war genau weiss was ich damit meine. 0.00 Schweizer Franken Materialverlust sprechen aber schon für sich
Inf RS 11-3 Kompanie 3 halt
Woche 29-36
St.Luzisteig wir kommen! Die letzten 8 Wochen der RS verbrachte ich in der VBA (Verbandsausbildung) 12 ebenfalls Kompanie 3. Also eigentlich ist die ganze Kompanie 3 in St.Luzisteig.
Die Kaserne St.Luzisteig ist ziemlich modern und hat einen sehr guten Schiessplatz. Praktisch alle Waffensysteme welche der Füsilier braucht darf man hier verwenden. Leider ist die Kaserne total abgelegen von irgendend einem Dorf bzw ÖV. Ich durfte immer nach Bad Ragaz fahren wo ein Shuttle Bus die Armeeangehörigen zu der Kaserne brachte.
In der VBA ging es darum nun das gelernt in die Tat umzusetzen. Von nun an wurden alle Stufen beübt. Soldaten – Unteroffiziere – Offiziere – Kompanie Komandant. Hauptsächlich wir ^^” bzw die Gruppenführer. Da dies unter möglichst realistischen Bedienungen gemacht werden soll wurde die Kompanie fein säuberlich in Züge und Gruppen aufgeteilt. Sprich 4 Füsel Züge und pro Zug 3 Gruppen. Pro Zug gibt es also nur 3 Gruppenführer. Was aber nun wenn mehr als 3 Gruppenführer p (sprich mittlerweile Wachtmeister) zu verfügung stehen?
Es werden Funktionen erfunden!
So kam ich das ich als Zugführer Stellvertreter eingesetzt wurde und mir der Stress eines Gruppenfüher erspart blieb. Meine Aufgaben bestanden eigentlich nur darin dem Zugführer unter die Arme zu greifen und Ihn bestmöglich untersützen. Da ich einen ziemlich motivierten Zugführer hatten, fiel auch dieser Teil klein aus.
Die ersten 4 Wochen waren geprägt von Sinnlosen Ausbildungstagen, welche ziemlich mühsam waren. Zum einen wegen der eigenen Motivation und zum anderen weil man nun immer mehr und mehr damit zu kämpfen hat die Autorität der Soldaten (nicht mehr Rekruten) zu behalten. Ich meine wie soll man noch meist ältere Jungs erziehen wenn es gegen Ende RS zugeht? Leere Drohungen wurden ausgesprochen was bei den meisten noch mehr Autoritätsverlust bedeutete. Ich konnte dank meiner Funktion mich zum Glück ein wenig entfernen von dem Ganzen und brauchte nicht jeden Tag den Soldaten hinterherzurennen.
In den letzten 4 Wochen standen Grossübungen auf dem Programm.
Zum einen die Übung “Wolfsblut”….eine Raumsicherungss Übung. Im Nachhinein kommt mir diese Übung noch Sinnloser vor als sonst wärend der RS xD
Wir bezogen unsere “Basis” bei einem Militärpolizei Posten. Von dort aus mussten wir kleinere Nachrichtenbeschaffungs Einsätze machen (ich durfte im Panzer warten, als Zugführer Stv brauchte es mich ja nicht
). Diese Einsätze waren aber Teilweise sooowas von unorganisiert das es meistens bei einem wilden umherfahren blieb ohne grosss Action. Wärend der Übung wurde dann plötzlich ein 25km Marsch angekündig was natürlich riese Motivationlöcher hervorrief. Als gegen Ende des Marsches dann plötzlich ein feindlicher Überfall, durch die gegnerische Seite, statt fand bei dem unsere Leute mit der Markiermunition wild umherballerten obwohl keine entsprechende SIM Geräte montiert waren, welche die Schüsse hätten simulieren können, war das Desaster perfekt. Jeder weiss was passiert wenn man Mark Mun ohne SIM abfeuert. flame-thrower!!
Weitere Übngung…..Feuersturm!
Dies ist eine Kompanie Gefechtsübung in der man im Rahmen einer ganzen Kompanie einen Geländeabschnitt säubert. Das ganze mit scharfer Munition (als Ziele dienten die alt bekannten Klapp Scheiben). Eigentlich ziemlich spannend so mit einer ganzen Kompanie ins Begegungsgefecht zu ziehen, doch war unser Zug beauftragt worden eine Brücke zu sichern, wärend die anderen am ballern waren ^^”. Und da nicht wirklich viel passiert bei dieser Brücke, dementsprechend langweilig -.- Zum Glück war die Übung aber an mehreren Tagen geplant. Wir durften dann am dritten Tag auch mal aufs Feld unsere Treffsicherheit beweisen. Also die anderen….ich war als Zugführer Stv nicht beschäftigt und schaute dem ganzen Gefecht gemütlich und von jeder Witterung geschützt aus dem Panzer aus zu
weitere Übung…SAGERA !
Hier galt es mit der Kompanie eine komplette Häuserkampf Anlage (gut 10 mehr-stöckige Häuser) zu stürmen. Meine Aufgabe bestand wieder darin den Panzer zu hüten. Aber auch als Gruppenführer wär ich stundenlang damit beschäftigt gewesen auf eine Auslösung zu warten. So war es zumindest bei unseren der Fall. Mehr kann ich dazu auch net sagen.
Fazit zu den Übungen:
kleiner spannende Moment die aber von dem ewigen Warten auf den Einsatz bzw. Auslösung unterdrückt wurden. Aber im Krieg wirds wohl nicht anderst sein!
So und nun der “krönende” Abschluss
Durchhalte Übung auf Stufe Bataillon! Die Woche von der mindestens soviele Gerüchte gibt wie in den meisten Social Foren!
Nur Kekse zum essen!
Kein Schlaf!
Kein Natel (muss in einem Covert verpackt sein)!
ABC-Marsch bei glühender Hitze!
keine Dusche!
und am Ende der Horror Marsch 50km!
Ehrlichgesagt hatte ich schon so meine Befürchtungen…aber hey…..aber HEY. Die sogennante DurchhalteWoche war defintiv eher eine DurchHÄNGEWoche. Nicht nur durch meinen Bonus als Zugführer Stv., nein auf jeder Stufe gab nicht immer viel zu tun. Die Woche startete mit einem Lastenmarsch. Bei einem Lastenmarsch läuft man eine “realtiv” kurz Strecke dafür mit umso mehr Gewicht. Unsere Pakung sah so aus:
Splitterschutz Weste
Käschu
Regenschutz
Schlafsack
und natürlich das übliche wie GT und Gewehr. Zusätzlich musste pro Zug (gut 40Man) noch 2 Panzerfäuste und 6 LMGs mitgetragen werden (oder 4, habe ka mehr xD)
Das schlimmste an diesem Marsch war der extrem steile Aufstieg am Anfang. Es ging wirklich nur Schritt für Schritt weiter und viele merkten schon das ihren Grenzen doch ziemlich nahe kommen, der Kadi (Kompanie Kommandant) zb
Nach dem Aufstieg ging es realtiv gemütlich dem Berg entlang mit einem leichten Gefälle bis wird schliesslich wieder auf Anfangshöhe waren. Gegen Ende spürte ich das Gewicht immer mehr und es war doch ein wenig durchbeissen angebracht um den Marsch gut fertig marschieren.
Ich war noch NIE so verschwitzt wie nach diesem Marsch x) Dort wo die Splitterschutzweste den Körper schützt war alles komplett verschwitzt. Zum Glück habe ich das zweite T-Shirt net vergssen
Nach diesem Marsch wurde die erste Basis bezogen. Mit Schlafsäcken bewaffnet platzierten wir uns in einer grossen Halle. Immer voll ausgerüstet durfen wir auf den nächsten Einsatz warten, was manchmal doch paar Stunden ging. Durch meine Funktion war ich aber von den Einsätzen sowieso ausgeschlossen, sprich ich habe nichts anderes gemacht als gewartet, geschlafen oder etwas gefuttert. Nicht wirklich ein erwarteter erster Tag der Durchhalte Woche, aber was solls. Neben den kleinen Einsätzen die unser Zug bewältigen musste (Nachrichtenbeschaffung zb.) durften wir noch ein Wachdispo für die Nacht aufziehen. Mit Restlichverstärker bewaffnet mussten verschiedene Posten rund um die Halle besetzt werden….das übliche halt.
Am Dienstag ging es nach Arbon, nahe dem Bodensee. Hier befanden wir uns in einem verlassenen Industriegebiet das doch eine spannende Kulisse für viel Action im Häuserkampf bietete. Der Gegner (der übrigens von einem anderen Zug wärend der ganzen DHU gespielt wird) wurde hier das erste Mal doch ziemlich aktiv. Neben unbewaffneten Störaktionen wurden wir das erste Mal richtig angegriffen. Demzufolge musste die ganze Zeit eine komplett Sicherung um unsere Kompanie vorhanden sein. Da dies nur von vollzähligen Gruppen (1 UoF + 7 Soldaten) gemacht wurde, hatte ich auch dieses Mal SEHR wenig zu tun (gedeckt getarnt Lebensmittel beschaffen *hust*). Am Abend beruhigte sich die ganze Lage und es stand wiedereinmal Warten auf dem Programm. Der nächste Auftrag war dann einen Checkpoint über Nacht betreiben. Eigentlich konnte dieser Auftrag wieder nur von Gruppen ausgeführt werden und da ich ja kein Gruppenführer bin wäre auch dieser Auftrag an mir vorbei gegangen, weil ich mir aber doch langsam ein schlechtes Gewissen machte, blieb ich einfach die ganze Nacht auf und unterhielt mich ein bisschen mit den Leuten die Wache schieben mussten.
Kommen wir zu Tag 3! Raumsicherung war gestern, Grenzwache ist heute! Auftrag: 12 Stunden lang einen bestimmten Grenzabschnitt beobachten und besondere Vorkommnis der Grenzwache melden. Dies nicht einfach zum Spass sondern total Ernst…mit Fahndungslisten usw.
Die Gruppe der ich mich anschliessen musste, war für ein Brücke zuständig über die nur Züge fahren durften. Mit Feldstecher bewaffnet mussten immer zwei Soldaten von einer entsprechener Stellung aus die Brücke im Auge behalten. Der Rest….jo hält sich bereit falls was ist ^^”. Da ich das Privileg des Wachtmeister genoss, blieb mir das Beobachten erspart und ich war nur für die sich bereithaltenden Soldaten zuständig. Najo es war ziemlich witzig aber auch beänstigend was soviele Langeweile mit einem so anstellt xD Ich denke weitere Details hier zu veröfentlichen wäre wohl nicht so geschickt also wünsche ich einfach allen Soldaten und Wachtmeister SEHR viel Spass falls einmal Grenzwache auf dem Wochenpicasso steht
Nachdem die 12 Stunden um waren war die nächste Station eine Zivilschutzanlage wo wir die Nacht verbrachten. Natürlich musste auch wieder hier eine Wache aufgestellt werden, von welcher ich mich aber, danke dem durch Machen der letzten Nacht, drücken konnte.
Nach der kurzen Nacht ging stand heute eine Luft Verschiebung von Thusis nach St.Luzisteig auf dem Programm. Wir durften im Rahmen der DHU also endlich mal mit dem Superpuma fliegen. Nachdem sich das ganze Bataillon auf eine riesen Wiese vorbereitet hat, kamen jeweils 2 Super Pumas und brachten die Soldaten nach St.Luzisteig. Das ganze dauerte eine Weile da pro Superpuma immer nur gut 18 Leute transportiert werden konnten. Bei einer BAT Grösse von gut 500-700 AdA (Angehörigen der Armee) und 5-7 Minuten Flugzeit dauert es halt eine Weile ![]()
Auf St.Luzisteig angekommen ging es nach einer längeren Wartepause weiter zur letzten Übung. Die Einnahme der kompletten Häuserkampf Anlage….dieses Mal nicht mit einer Kompanie sondern ein ganzes Bataillon!
Da ich bis dahin meistens Panzerkommandant bei der Gruppe 2 war, wurde ich auch für diesen Einsatz so eingesetzt. Nur hatte der Radschützen-Panzer dieser Gruppe einen kleinen Schaden und musste “ersetzt” werden. Als Ersatz kriegten wir dann einfach einen Duro. Die Übung selber war für mich extrem langweilig. Wir fuhren zu der HOK Anlage und meine Gruppe stürzte sich direkt aus dem Duro und begann mit der Säuberung des ersten Gebäude. Danach sah ich die Gruppe nur noch ab und zu zwischen den Häusern vorbei huschen und hörte wie die Schüsse innerhalb der HOK Anlage knallten. Mehr zu sehen kriegte ich dann doch nicht ^^” Nachdem der ganze Spuk vorbei war und wir beim zweiten Mal geschafft haben diese letzte Übung erfolgreich zu absolvieren (yep richtig gelesen, wir haben zwei Anläufe gebraucht ^^”) war die eine grosse Reorganisation angesagt! Die Durchhaltewuche ist ja noch nicht vorbei…das Finale, der 50km Marsch, stand uns noch bevor.
Der 50km Marsch !
Der zweitletzte Freitag…00:15..und gut 50km Leistung die von der VBA 12 gemeistert werden müssen!
Start: Chur Rossboden
Ziel: nähe Lanquart (zuerst Chur Rossboden, sprich einmal um den Berg, wurde dann aber abgeändert)
Route: um den Calanda
Steigung: bis zu 500m auf 3.5km Oo
Gepäck: GT, Stgw, Helm, Rucksack mit Regenschutz und Käschu
Die ersten 9km waren ziemlich easy…an der Autobahn entlang ging es richtung Fusse des Calanda. Danach begann schon der härteste Teil des Marsches. Nach einer kleiner konstanter Steigung standen und 500 Meter Höhendifferenz auf nur gut 3.5km bevor! Wir hatten leider schon den ersten Verlust zu melden. Einem unserer Soldaten ging es gar nicht gut und er hat ein übles Gefühl im Magen, was wohl früher oder später zum Erbrechen führen könnte. Obwohl es unserem Zugführer gar nicht passe, haben wir den Soldaten beim ersten Posten vor dem Aufstieg zurückgelassen. So nun zum Aufstieg….ziemlich ein hartes Stück Arbeit! Im zickzack ging es den Berg hinauf. Da es ja mitten in der Nacht war sah man gerade mal die nächsten paar Meter. Diese Umstände liessen diese 3.5km ewigs vorkommen. Man merkte schon jetzt das einige wohl sehr sehr mühe haben. Dies ist vielleicht auch darauf zurückzuschliessen das wohl die meisten min. 24 stunden vor dem Marsch kein Schlaf hatten…inkl mir. Als die 3.5km geschafft waren, ging es wesentlich einfacher zum marschieren. Nach ein Kurven kam dann endlich der erste Verpflegungsposten. Da mein Magen extrem knurrte war ich dementsprechend froh darüber und liess es mir nicht zweimal sagen etwas mitzunehmen. Ebenfalls gab es feine Bouillon, die einem richtig viel Energie gab und den Körper wärmte.
Nach diesem Posten standen uns sicher gut 10km keine Steigung mehr bevor sondern nur eine angenhme Route durch “das Tal da” (keine Ahnung wie es heisst ^^”). Also zumindest dachte es das es Angenehm wird…
Nun zeigte sich nämlich wer genug schlaf hatte und wer nicht
Beim Aufstieg hatten schon die einen oder anderen mit der Schlaflosigkeit zu kämpfen….nun waren es fast alle. Das ganze ging sogar soweit das ein Grossteil der Soldaten inkl Wachtmeister begann zu Halluzinieren, ich ebenfalls. Irgendwann dachte ich die Soldaten vor mir würden Schlafsäcke aus dem Weg räumen…oder ein Puch (kleiners Militärfahrzeug) zu schieben. Andere berichteten von ihren winkenden Freundinnen oder Kühen die sich in irgendwelchen Löcher befanden. Jo wir hatten doch ein bisschen zu kämpfen ^^”. Zum Glück hatte ich bis dahin mein RedBull, welches ich mitgenommen hatte, nocht nich getrunken. Einen günstigeren Augenblick gibt es wohl nicht. Nach dieser Dosis Koffein war ich wieder total Wach. Ich hatte die Wirkung des RedBulls wohl noch nie so heftig gespürt wie in diesem Moment ![]()
Nach paar Minuten war ich topfit und fühlte mich fast total ausgeruht. Da leider nicht jeder ein Energy Drink zur Hand hatte, waren noch sehr viele am kämpfen nicht einfach einzuschlafen. Als ich mich wieder auf den Marsch konzentrieren konnte und damit die Leute richtig beisammen zu haben sah ich einige die richtig RICHTIG mühe hatten. Die meisten bewegten sich wirklich Zombiemässig so a la Dawn of Dead. Sehr amüsantes Bild ![]()
Am nächsten Posten gab es feine (den Umständen entsprechend) feine Schnitzebrote, welche für die noch letzte benötigte Energie sorgte (mehr oder weniger). Zu diesem Zeitpunkt wollten schon sehr viele Soldaten aufhören und die Restlichen Kilometer ein anderes mal machen (ja richtig gehört, wenn man pussy genug war durfte man den Marsch in zwei Etappen machen -.-). Zum Glück konnten aber alle noch motiviert werden die restlichen gut 12km die noch bevorstanden zu probieren.
Leider begann nun wieder eine mühsame Steigung in Kombination mit hartem Asphalt Boden der sich bis zum Ende durchzog…Mittlerweile war das Gewicht auf dem Rücken vergessen und man merkte das Brennen an den Fusssohlen. Diese letzten Kilometer waren fast die schlimmsten…schlussendlich haben es dann noch alle geschafft und eine riesen erleichterung machte sich breit.
Das Militär ist geschafft, nun gab ein nichts mehr ausser das komplette Material abzugeben.
Die letzte Woche
Wie schon in Herisau gab es wieder Gruppen die für verschiedene Ausürstung zu zuständig waren, diese Abzugeben. Diejenigen die in keiner Gruppe waren mussten sich “bereithalten” für verschiedene kleinere Aufträge. Diese Aufträge waren aber Hauptsächlich für Soldaten geplant, sprich wenig Arbeit für Wachtmeister. So kam es das ich die letzten 2.5 Tag im Militär nichts mehr machte ausser schlafen, DVDs schauen und mich “bereit halten”.
Als es dann am 31.07.09 endlich vorbei war….cooles Gefül ![]()
Ich meine ich verbrachte nun gut 9 Monate im Militär, in dieser Zeit ist doch ziemlich viel passiert. Ich habe mich manchmal extrem geärgert unter der Woche nicht daheim sein zu können. Das ganze hat nun ein Ende. Ich hoffe ich werde die militärischen Allüren schnell vergessen und mich wider ganz dem zivilen Leben widmen
Fazit Militär:
Ein Lebenserfahrung die man nirgendwo anderst kriegt. Man wünscht sich fast jeden Tag endlich aus diesem “scheiss Verein” draussen zu sein aber am Ende bereut es wohl niemand das er es durchgestanden hat
Viel Spass an alle die es noch vor sich haben! *hrhr*
over and definitely out!
PS: Ich wollte einfach nur diesen Eintrag fertig schreiben…Rechtschreibung usw…forget it ^^”